Höhlentauchen

Das Tauchen in bedeckten Objekten gehört zu den gefährlichsten Tauchaktivitäten, jedoch auch zu den interessantesten. Gerade diese Gefahr und die Konfrontation mit der Angst, der Wunsch, sich zu beweisen, treiben die Menschen in dunkle Objekte unter Wasser. Diese Arten des Tauchens dürfen nicht ohne adäquates Training durchgeführt werden, von denen das am meisten verbreitete und kommerziell überall anerkannte, das sogenannte Cavern diving ist.

Dies ist das Höhlentauchen, jedoch bis zur Lichtgrenze und ohne Überschreitung von 40 Metern, weder in der Tiefe, noch in der Breite. In jedem Moment des Abtauchens muss man deutlich den Ausgang sehen und ihn ohne Probleme für die Rückkehr finden können. Cavern diving ist besonders in Bereichen akzeptiert, wo es kleine, jedoch interessante Höhlen gibt, die weder tief noch anspruchsvoll sind.

Genau solche Objekte gibt es zu Genüge im kroatischen Teil der Adria. Der Grund dafür ist das Karstrelief und die stark zerklüfteten Küsten und Inseln. Trotzdem muss erwähnt werden, dass es unter diesen Objekten auch solche gibt, die die Grenzen des freizeitlichen Tauchens überschreiten, und nur bis zur Begrenzung unserer Kategorie (Cavern diving) besucht werden dürfen. Solche Höhlen sind entlang der Außenseite aller Inseln der südlichen Adria bekannt (Mljet, Vis, Lastovo, Korčula ...), doch es gibt sie auch auf dem Gebiet von Dugi otok, Cres und Krk. Außer diesen bekannteren kann man kleinere Höhlen auch entlang der ganzen östlichen Adriaküste finden.

Außer diesen Meereshöhlen ist Kroatien ebenfalls an echten, tiefen Karstursprüngen, Abgründen und Estavellen reich, von denen manche zu den tiefsten in der Welt gehören. Zum Tauchen in den Festlandhöhlen, Quellen und anderen späleologischen Objekten ist es notwendig, in Zusammenarbeit mit den späleologischen Organisationen Kroatiens gültige Genehmigungen des Kulturministeriums, der Umweltschutzverwaltung zu beschaffen. Viele Touristen tauchten in diesen Objekten, die meisten ohne Genehmigung, weshalb die Strafen und Kontrollen deutlich verschärft wurden. Es kam auch zu tödlichen Unglücksfällen erfahrener Tauchlehrer, die keine spezielle Ausbildung für das Tauchen in Höhlen hatten.

Kroatien ist auf jeden Fall eine der schönsten Tauchdestinationen, ungeachtet dessen, ob es sich um das Tauchen an Wracks, in Höhlen oder an Wänden handelt ..., jedoch immer nur nach einer guten Ausbildung und immer auf die maximal sicherste Weise. Erst dann kann Tauchen Spaß machen und ein Genuss sein, so wie es auch sein soll.



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