Tauchen mit Beleuchtung

Ästhetik und Funktionalität sind zwei gute Gründe für die Verwendung künstlicher Beleuchtungen unterhalb der Wasseroberfläche:

1. Ästhetische Anwendung: Beim Abtauchen ohne künstlichem Licht kann man bereits nach einigen Metern Tiefe das Schwinden warmer Teile des Spektrums bemerken. Zunächst schwindet das Rot und mit größerer Tiefe verlieren sich auch die restlichen Farben. In großen Tiefen von über 30 Metern wird das Bild graublau.

Um die vollkommene Schönheit der Untersee zu erleben, muss man eine Tauchlampe beim Tauchen verwenden. Mit einer künstlichen Beleuchtung im Wasser erlebt man die natürlichen Farben der Untersee.

2. Funktionelle Anwendung: Eine künstliche Beleuchtung verwendet man auch beim Nachttauchen, beim Tauchen bei schlechten Sichtverhältnissen und in bedeckten Objekten (Höhlen, Wracks ...). Außer der primären Funktion zur Beleuchtung erleichtert eine Lampe bei diesen Bedingungen auch die Kommunikation. Mit einem vereinbarten „Schwenken“ verständigt man sich beispielsweise beim Nachttauchen. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass beim Tauchen unter den aufgeführten Bedingungen neben der Hauptleuchte auch eine kleine Ersatzlampe (Backup) verwendet wird. Außer der konstanten Lichtquelle benutzt man beim Tauchen auch Blitzlichtlampen. Dabei handelt es sich um Lampen, die in regelmäßigen Abständen kurz, jedoch sehr intensiv aufleuchten und von großer Entfernung zu sehen sind. Ihre Aufgabe besteht darin, die Position anzugeben. Man kann sie an der Ausrüstung tragen, so dass sie die Position des Tauchers kennzeichnen, oder an der Tauchboje befestigen, wo sie nachts zur Kennzeichnung des Abtauchplatzes dienen.

Der Konstruktion nach gibt es verschiedene Beleuchtungen. Von beliebten kleinen Taschenlampen, die in einem Gehäuse die Batterieelemente sowie den Beleuchtungskörper enthalten, bis hin zu teuren und komplexen Systemen, die beim Tauchen in Höhlen oder Wracks zum Einsatz kommen. Bei großen Beleuchtungssystemen befindet sich die Stromquelle in einem eigenen Gehäuse und ist mit dem Beleuchtungskörper durch ein Kabel verbunden. Nur der Beleuchtungskörper wird in der Hand gehalten oder kann am Helm befestigt werden. Die Lichtquelle unterscheidet sich auch nach der Art – die einst am gebräuchlichsten verwendeten Halogenbirnen werden von HID-Birnen ersetzt und immer häufiger kommt die LED-Technologie zur Anwendung. Wegen des geringen Verbrauchs und der starken Lichtintensität geht der Weg bei der Tauchbeleuchtung gerade in Richtung LED.

Und zum Schluss, so klein eine Lampe auch sein mag, ist es empfehlenswert, sie an der Tarierweste zu befestigen. Dies kann mit einem Stück Seil und einem Karabiner erfolgen. Auf diese Weise werden die Hände bei Bedarf frei und die Lampe immer neben Ihnen sein.



« zurück