Fliegen und Tauchen

Abhängig von der erreichten Tiefe und der Dauer des Tauchgangs wird im Körper des Tauchers eine bestimmte Menge an Inertgas aufgelöst, wobei man von Übersättigung beziehungsweise Saturation des Gewebes mit Gas spricht. Beim Tauchen mit Luft stellt Stickstoff das Inertgas dar.

Beim kontrollierten Auftauchen, durch die Druckabnahme der Umgebung, wird aus dem Gewebe langsam das aufgelöste Gas freigesetzt. Dieser Prozess wird als Entsättigung bezeichnet und endet nicht mit dem Auftauchen. Abhängig von den Tauchbedingungen (Dauer, Tiefe, Anzahl der ununterbrochenen Tauchgänge ...) kann der Prozess der Entsättigung noch Stunden nach dem Auftauchen anhalten (max. 12 Stunden).

In der Zeit zwischen dem Auftauchen und der vollkommenen Entsättigung kann Fliegen ein zusätzliches Risiko darstellen. Wegen dem relativ zügigen Abfall des Drucks in der Kabine eines Flugzeuges, vom Druck in der Atmosphäre auf den normalen Druck der Kabine (ca. 0,75 bar), ist das Auftreten von Anzeichen einer Dekompressionskrankheit möglich. Ein zusätzliches Problem kann ein unerwünschter Druckverlust der Kabine darstellen.

Um nach dem Tauchen sicher fliegen zu können, sollte man das sogenannte NO-FLY Intervall respektieren, beziehungsweise die Zeit, in der man nicht fliegt und während der aus dem Körper die kritische Menge Stickstoff abgesondert wird.



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