Tauchen „im Blauen“

Als Tauchen „im Blauen“ wird das Tauchen ohne visuelle Orientierungshilfen bezeichnet, wie dies beim Tauchen im offenen Meer der Fall ist.

Bei einem solchen Tauchen kann beim Auftreten stärkerer Strömungen die Regulierung des Auftriebs selbst erfahrenen Tauchern Schwierigkeiten bereiten. Der Auftrieb wird hauptsächlich unter Einbeziehung von Festpunkten reguliert (dem Meeresgrund, der Wand, an der man taucht u.Ä.), während sich beim Tauchen „im Blauen“ der Taucher ausschließlich auf den Tiefenmesser bzw. den Tauchcomputer verlassen kann.

Beim Abtauchen spielt die Sinkgeschwindigkeit keine wichtige Rolle (es ist relativ schwierig, die empfohlene Grenze von 20 m/min zu überschreiten). Die Kontrolle des Auftriebs während des Auftauchens (7-10 m/min) ist jedoch sehr wichtig. Wenn es sich um Tauchen im Dekompressionsbereich handelt, wird das Auftauchen noch komplizierter.

Gerade aus diesem Grund ist es beim Tauchen „im Blauen“ ratsam, ein festes Seil, Ankerseil anzubringen oder Dekompressionsbojen zu benutzen. Beispielsweise gibt es bei häufig besuchten Wracks feste Seile mit einer Boje an der Oberfläche.

Die Dekompressionsboje ist ein sehr nützlicher Teil der Ausrüstung. Mit Hilfe einer Seilrolle (reel oder spool) wird sie vom Grund „heraufgeschossen“ und erleichtert ein sicheres Auftauchen. Die Nutzung einer Dekompressionsboje muss unter Aufsicht eines Tauchlehrers eingeübt werden. Eine falsche Handhabung kann die Sicherheit des Tauchens gefährden.



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