Tauchen für Kinder

Ziemlich alle Tauchschulen bieten gesonderte Schulungsprogramme im Tauchen für Kinder an. Für gewöhnlich beträgt das Mindestalter 8 Jahre, wobei die Erfahrung gezeigt hat, dass dies aufgrund des noch nicht ausreichend entwickelten Körpers, aber auch der Psyche doch etwas zu früh ist. Eine Altersgrenze von 10 Jahren aufwärts ist deshalb geeigneter, jedoch vom Schulungsprogramm und von dem Wichtigsten, der Entscheidung der Eltern abhängig. Programme wie das CMAS der „Dolphin divers“, SSI der „Scuba rangers“ oder PADI der „Bubble makers“ sind in den weltweiten Tauchklubs und –zentren immer mehr verbreitet.

Der Wert solcher Programme liegt in der Entwicklung von Aktivitäten und der Verantwortung von Kindern, denen sich eine Gelegenheit bietet, etwas zu erlernen, das als eine schwere und komplizierte Aktivität angesehen wird. Nach dem bewältigten angepassten Programm erlangen die Kinder Selbstvertrauen, glauben an ihre eigenen Fähigkeiten und bekommen Gelegenheit, die Welt der Untersee ebenso wie die Erwachsenen (meist tauchen ihre Eltern) zu erkunden. Bei der Auswahl des Tauchzentrums oder –klubs sollte man darauf achten, ob dieses Zentrum oder Klub Kindertauchen anbietet und ob es noch weitere Kinder dort gibt, die tauchen. Ihr Kind wird sich viel leichter an die neuen Anforderungen gewöhnen und die neue Aktivität annehmen, wenn es in Gesellschaft Gleichaltriger sein wird, mit denen es sein Wis- sen und seine Fertigkeiten vergleichen kann. Von Vorteil ist, wenn sich für den Kurs Kinder anmelden, die man von früher bereits kennt, die eine Bekanntschaft oder Freundschaft teilen, denn gemeinsam werden sie viel einfacher und motivierter das Programm des Tauchkurses bewältigen. Vor allem sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder in keinen Tauchzentren tauchen, die folgendes nicht haben:

1. Gesondert geschulte Leiter und Lehrer für die Arbeit mit Kindern (wir wissen alle, dass Kinder keine „verkleinerten Menschen“ sind, sondern eine besondere Handhabung benötigen, die man erlernen und praktizieren muss).

2. Tauchausrüstung für Kinder (genauso gibt es keinen Spaß beim Tauchen, wenn uns die Tauchausrüstung nicht gut steht, was sicherlich der Fall ist, wenn man dem Kind eine Tauchausrüstung für Erwachsene nur in einer kleineren Nummer anzieht. Abgesehen von den Standards und Er- laubnissen liegt die Entscheidung für das Tauchen der Kinder in den Händen der Eltern, die einschätzen müssen, ob ihre Liebsten für die Herausforderung bereit sind und ob die Tauchzentren/-klubs und Lehrer ihnen für diese spezifische Aktivität Vertrauen einflößen.



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