Schnorcheln

Schnorcheln ist die am meisten verbreitete und älteste Form des Tauchens. In der Geschichte haben sich die Menschen auf solche Unterfangen eingelassen, auf der Suche nach Nahrung, Muscheln oder auch um versunkene Objekte zu erforschen.

Die Grundlage ist durch die Jahrtausende hinweg gleich geblieben, ein tiefes Einatmen an der Oberfläche und die Erforschung der Untersee konnte beginnen. Die Notwendigkeit nach einem neuen Einatmen unterbricht den Aufenthalt unter Wasser und zwingt den Taucher, an die Oberfläche zurückzukehren. Um die Farben und die lebendige Welt der Untersee genießen zu können, ist als Ausstattung lediglich eine Tauchmaske erforderlich. Die Fortbewegung durch das Meer erleichtern Schwimmflossen und das Atmen an der Oberfläche ein Schnorchel. In kälteren Meeresbereichen und im Falle eines längeren Aufenthaltes im Wasser benutzt man einen Neoprenanzug. Da die Sauerstoffmenge im Körper begrenzt ist und sich verringert, wenn man nicht atmet, sollte der Verbrauch des Sauerstoffes „ökonomisch“ sein, um den Aufenthalt im Meer zu verlängern. Folgend einige Richtlinien:

Vor dem Abtauchen muss man für einige Augenblicke alle Muskeln vollkommen entspannen (am besten auf dem Bauch treibend), damit sie mit umso mehr frischem Blut versorgt werden, das reich an Sauerstoff ist.

Man taucht nachdem man die„alte Luft“ aus der Lunge ausgeatmet und die maximale Menge neuer Luft eingeatmet hat. Am Anfang verwendet man auch die Arme zum Eintauchen, um so wenig wie möglich mit den Flossen an der Oberfläche „herumzuschlagen“ und dabei Energie und Sauerstoff zu verschwenden.

Anschließend hält man die Arme fest am Körper, der umso ausgestreckter sein sollte, um den Widerstand beim Fortbewegen durch das Meer zu verringern. Achten Sie auf die Schwimmtechnik mit den Flossen, die mäßig durchgeführt werden sollte, sowie auf die Bewegungen unter Wasser, die entspannt sein sollten.

Beim Auftauchen kann man aus der Maske durch die Nase langsam die übrige Luft einatmen (entsteht, weil sich die Luft in der Maske wegen der Druckverminderung der Umgebung ausbreitet) – sonst„fließt“ sie aus der Maske in Form von Luftblasen.

Außer dem freizeitlichen Schnorcheln gibt es noch zwei Kategorien des Tauchens, die nur mit eigener Luft praktiziert werden: das Wett-Tauchen und Unterwasser-Fischen, für die man außer der Grundausrüstung (Tauchmaske, Schnorchel und Tauchflossen) auch spezifische Ausrüstungen verwendet wie: Monoflossen, lange Neoprenanzüge, ein Unterwassergewehr und anderes. Für solche Aktivitäten muss man gut psycho-physisch vorbereitet sein und es wird auch geraten, sich ausführlicher über die Physiologie des so genannten Apnoetauchens und über die spezifischen Gefahren und Verletzungen sowie in Erster Hilfe zu schulen.

Obwohl es zunächst als einfach erscheint, ist das Apnoetauchen ein potenziell sehr gefährlicher Sport. Eines der gefährlichsten Dinge, die ein Apnoetaucher machen kann, ist eine erzwungene Atmung (Hyperventilation der Lungen) vor dem Eintauchen. Auf eine solche Weise gelingt es ihm, seinen Körper zu „überlisten“, da sich der Wunsch nach erneuter Einatmung deutlich später meldet und man das Gefühl bekommt, dass man länger unter Wasser bleiben kann. Dies ist die häufigste Ursache für Ertrinkungen von Apnoetauchern, da der Taucher es nicht schafft, rechtzeitig an die Oberfläche zurückzukehren, bevor er ohnmächtig wird, aufgrund des Mangels an Sauerstoff im Blut. Zur eigenen Sicherheit sollte man sich unbedingt auch beim Apnoetauchen an die Regel des paarweisen Tauchens halten. Während ein Taucher taucht, beobachtet ihn der andere von der Oberfläche aus bis zum sicheren Auftauchen. Und um für die Schiffe, die in der Nähe vorbeifahren, auffälliger zu sein, sollte der Taucher eine Tauchboje bei sich tragen.



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